• Sabrina

Wir haben es tatsächlich getan - wir haben keine eigene Wohnung und keinen festen Job mehr!

Aktualisiert: 25. Dez 2018


Der November stand für uns unter dem Motto: Alles muss raus! (Na ja, nicht ganz - unsere Nachfolger wollten viele unserer Möbel übernehmen, was uns den Auszug erleichterte.)

Jedenfalls stand fest, dass wir unseren Haushalt so ziemlich auflösen werden, uns von vielen Dingen, v.a. von Möbel und von nicht-täglich-in-Gebrauch-befindenden Sachen trennten und unseren ganzen Hausrat 1x in die Hände nahmen und aussortierten. Es wurde verkauft, verschenkt, entsorgt oder weggeworfen...


Ende November war es dann so weit: Unsere Wohnung inkl. Keller und Garagenplatz waren geräumt & gereinigt, das TV-Abo und der Strom gekündigt, die Post umgeleitet. Die Verabschiedung von den uns am nahe stehendsten Nachbarn vorbei und ein paar wenige Umzug-Kartons, unsere Matratzen mit dem Bettzeugs und unsere persönlichen Sachen bereits in unserer neuen vorübergehender Bleibe untergebracht.


Uns blieb nur noch, die Wohnungs-Schlüssel unseren glücklichen Nachfolgern zu übergeben, ein paar erklärende Worte zu ihren offenen Fragen mitzuteilen, uns zu umarmen und uns für die Zukunft gegenseitig alles Gute zu wünschen... tja und dann - last but not least: Schulterten wir unsere beiden Backpacks, machten die letzten Schritte in der Wohnung und gingen dankbar und zum letzten mal die Treppen und den Weg hinunter, den wir so oft gingen.



ByeBye du schöne Wohnung & herzlichen Dank für 10 wunderschöne Jahre!


Die letzten Wochen vor unserer Abreise werden wir in der schönen Wohnung unserer beiden girls - 25 Fahrminuten ausserhalb von Luzern - in einem ländlichen Dorf von wenigen 1000 Einwohnern verbringen.


Ich (Sabrina) bin sehr überrascht, dass ich auch nach 2 Wochen weder meine Ex-Wohnung noch die Stadt Luzern vermisse! Ich fühl mich pudelwohl hier auf dem Land und habe absolut kein Bedürfnis auf das vorweihnachtliche Gewusel der Stadt. - Und wiedermal lerne ich mich von einer neuen Seite kennen... dachte ich doch immer, ich sei so verbunden mit 'meinem' Luzern - aber ich finde wieder einmal mehr heraus, dass ich noch SO VIEL MEHR bin, als ich denke! Dass ich mich an vielen verschiedenen Orten sehr schnell, sau wohl fühlen kann und dass sich die Schritte ausserhalb der Komfortzone immer lohnen! Es ist nur der Verstand, der einem vorgaukelt, dass etwas nicht geht... wenn man es doch wagt, sieht man oft, dass es SEHR WOHL geht und es oftmals noch besser wird, als das Altbekannte!


Der Arbeitsalltag als VA geht bei mir wie gewohnt weiter - zumal ich zum Arbeiten einfach meinen Laptop & gutes Internet benötige.

Markus arbeitet jetzt noch ein paar Tage in seinem Fulltime-Job als Service-Techniker für Haushaltgeräte, den er nun mehr als 18 Jahre lang machte! Es wird für ihn eine wunderbare Erleichterung & Befreiung sein, nicht mehr tagtäglich vom Wecker geweckt zu werden, sondern dann aufzustehen, wenn er natürlicherweise erwacht - sanft und stressfrei. Sich nicht mehr aus dem Bett pellen zu müssen, um etwas zu tun, das ihm schon seit längerer Zeit keinen Spass mehr macht oder eine interessante Herausforderung ist.

Ab nächster Woche kann auch er eintauchen in ein Leben, das er täglich zu 100% selbst bestimmen kann. Zum ersten Mal seit seiner Kindheit (!!) hat er wieder unbeschränkt Zeit und Raum, um sich um die Dinge zu kümmern, die ihn wirklich interessieren - Fotografieren & 'unterwegs sein'!


Wir freuen uns riesig und wir realisieren beide noch nicht ganz, dass wir das wirklich getan haben, wovon die meisten Menschen träumen: Frei sein - Reisen - selbstbestimmt leben!




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